12. September 2014

Rezension Vera und das Dorf der Wölfe von Tyra Teodora Tronstad


·         Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
·         Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
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·         ISBN-10: 3423640065
·         ISBN-13: 978-3423640060
·         Vom Hersteller empfohlenes Alter: 11 - 13 Jahre
·         Preis: 12,95 €

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Klappentext:
Als die 13-jährige Vera mit ihrem Vater in das verschlafene Dörfchen Rønset hoch in den Norden Norwegens zieht, ahnt sie nicht, welche Abenteuer sie dort erwarten. Denn in den Wäldern rund um den Ort streifen Wölfe umher. Die Dorfbevölkerung fühlt sich bedroht. Eine Gruppe von Nachbarn will die Tiere sogar erschießen, aber von ihrem Vater weiß Vera, dass Wölfe für den Menschen keine Gefahr sind. Auf wundersame Weise versteht sie die Sprache dieser wilden Vierbeiner, sucht ihre Nähe und wahrt doch Distanz. So steht Veras Entschluss bald fest: Sie muss den Wölfen helfen! Gemeinsam mit ihrem Freund Gustav macht sie sich nachts auf, die Tiere zu retten. Und gerät dabei ins Fadenkreuz der Wolfsgegner.

Zum Inhalt:
Die 13-jährige Vera muss voraussichtlich für ein Jahr mit ihrem Vater in das kleine verschlafene Dorf Ronset ziehen. Fernab von belebten Städten. Denn Veras Vater ist Schriftsteller und braucht viel Ruhe, um sein Buch über Wölfe bis zum Abgabetermin fertig zu bekommen. Nicht nur, dass Vera wenig begeistert ist so lange von ihrer Judogruppe getrennt zu sein, läuft schon gleich bei der Ankunft im gemieteten Häuschen einiges schief. Veras Vater war der Meinung, dass er das Haus möbliert gemietet hätte, doch es gibt nicht einmal Betten und so verbringen sie ihre erste Nacht auf dem Boden in ihren Schlafsäcken. Doch Hilfe naht. Der Vermieter schafft es im Dorf einige Möbel für Vera und ihren Vater zusammen zu treiben, die sie sich leihen können, bis ihre eigenen Möbel geliefert werden. Erst scheint ihr Vermieter unheimlich nett zu sein, doch als Vera erwähnt, dass ihr Vater über Wölfe schreiben wird, bemerkt Vera gleich die Veränderung in Peter Hogdas Gesicht. Es verhärtet sich und er wird plötzlich sehr schweigsam. Auch seine Frau, Journalistin des Dorfes, reagiert seltsam, als sie erfährt über welches Thema Veras Vater schreiben will. Nach und nach erfahren Vera und ihr Vater, dass es in den Wäldern um das kleine Dorf viele Wölfe gibt und die Schafsbauern des Dorfes keine Freunde der Wölfe sind. Da stößt es bei den Dorfbewohnen natürlich auf negative Resonanz, dass jemand in seinem Buch dazu aufrufen möchte, dass Wölfe geschützt werden müssen. Wie werden sich Vera und ihr Vater in dem Dorf, in dem sich Neuigkeiten schneller verbreiten, als ein Lauffeuer wohl zurecht finden? Was hat es mit dem geheimnisvollen Haus im Wald, das Vera bei einem Spaziergang entdeckt auf sich? Wird Vera den Wölfen begegnen? In was für ein Abenteuer wird sie geraten?

Meine Meinung:
Mir fiel sofort das ansprechende Cover auf und folgte dem Link zum Klappentext und der Leseprobe. Nachdem ich Klappentext und Leseprobe gelesen hatte, stellte ich mich auf ein spannendes und mystisches Buch ein, doch ehrlich gesagt, wurden meine Erwartungen, die ich in diese Geschichte gesetzt hatte, nicht erfüllt. Ich hatte erwartet, dass die Wölfe und Veras Verbindung zu den Wölfen viel mehr im Vordergrund der Geschichte stehen, doch die Wölfe kamen in der Geschichte nur selten vor. Veras Verbindung zu den Wölfen besteht in Form einer grünen Wollmütze, die sie in einer geliehenen Kommode findet und durch die sie die Sprache der Tiere verstehen kann. Spannung kommt in dem Buch erst ab etwa der Mitte der Geschichte auf. Ich hatte die Geschichte meinem Sohn vorgelesen und auch er wartete auf die große Spannung und fand einige Stellen im Buch fragwürdig. Es geschehen einige Dinge in der Geschichte, die aber nie aufgeklärt werden und das Ende ist auch relativ offen, so dass man das Gefühl hat die Geschichte nicht beendet zu haben.
Der Schreibstil (aus Veras Sicht geschrieben) „klingt“ nach der Wortwahl eines Teenagers, was für das angesprochene Lesealter dieses Buches sicher in Ordnung ist, aber für mich war es ermüdend und langatmig.

Fazit:
Eine nette Geschichte, aber leider fehlt die Spannung, die der Klappentext verspricht. Mein Sohn und ich hatten mehr erwartet.