20. April 2015

Rezension Zwillingsherz von Kelly Barnhill


·         Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
·         Verlag: bloomoon
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·         ISBN-10: 3845809582
·         ISBN-13: 978-3845809588
·         Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
·         Preis: 14,99 €

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Klappentext:
Ein magischer Wald, ein zahmer Wolf und ein wildes Mädchen: Der verschüchterte Junge Ned hätte nie zu träumen gewagt, dass ausgerechnet er es ist, der sein Dorf vor einem schlimmen Unglück bewahrt. Um zu verhindern, dass ein Banditenkönig den größten Schatz seiner Mutter raubt - einen Topf voller wilder, unzähmbarer Magie - muss sich Ned in den riesigen verzauberten Wäldern verstecken. Ohne die Hilfe der selbstbewussten Áine, die in den Wäldern aufgewachsen ist, wäre Ned verloren. Was er nicht weiß: Áine ist die Tochter des Banditenkönigs, die beim Anblick des Jungen an die letzten Worte ihrer Mutter denken muss: „Der falsche Junge wird dein Leben retten und du seines ...“

Zum Inhalt:
Die Zwillinge Tam und Ned leben zusammen mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf, das an einem unheimlichen und gefährlichen Wald grenzt. Böse Sagen und Geschichten gehen über den Wald durchs Dorf und es gibt nur einen Dorfbewohner, der sich in den Wald traut. Es ist Tams und Neds Vater, der sich sein tägliches Brot als Holzfäller verdient.
Eines Tages bauen Tam und Ned ein Floß, mit dem sie über den Bach ins Meer segeln wollen, doch es kommt zu einer Tragödie. Das Floß kentert und die Jungen drohen zu ertrinken. Der Vater der Zwillinge springt ins Wasser, um sie zu retten, doch Tam, den die Dorfbewohner als den Schlaueren von Beiden bezeichnen, wird abgetrieben und sein Vater schafft es nicht ihn zu retten. Aber auch Ned ist geschwächt und liegt im Sterben. Seine Mutter, die von Allen Schwester Hexe genannt wird, ist im Besitz einer mächtigen und doch gefährlichen Magie. Sie nutz die Kraft der Magie, um Neds Leben zu retten. Doch dieser Eingriff in die Natur bleibt nicht ohne Folgen. Ned wächst zwar zu einem jungen Mann heran, aber er ist schwächlich und nachdem er viele Jahre verstummt war, fällt ihm das Sprechen sehr schwer. Er stottert und bekommt selten ganze Sätze zusammen. Auch der Verlust seines Bruders prägt ihn und seine Eltern sehr.
Als Neds Mutter eines Tages zu einer Reise zur Königin des Landes aufbricht, fallen Banditen ins Dorf ein. Sie haben nur ein Ziel: Sie wollen die mächtige Magie von Schwester Hexe stehlen. In einem verzweifelten Versuch, die Magie vor den Banditen zu bewahren, nimmt Ned die Magie unter großen Schmerzen in seinem Körper auf. Ned wird von den Banditen in den geheimnisvollen Wald verschleppt. Doch es gelingt ihm zu fliehen. Auf seiner Flucht entdeckt er tief im Wald ein verwildertes Häuschen, in dem das Mädchen Áine lebt, das sich seiner annimmt. Was er nicht weiß: Áine ist die Tochter des Banditenkönigs…

Meine Meinung:
Mir fiel sofort das ansprechende Cover auf und ich folgte dem Link zum Klappentext. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, stellte ich mich auf eine spannende und mystische Geschichte ein. Doch womit ich beim Durchlesen des Klappentextes nicht gerechnet hatte, war, dass „Zwillingsherz“ eher einem Märchen gleicht, als einem Fantasieroman, wie ich ihn erwartet hatte.
Ich muss gestehen, dass ich anfangs, durch den außergewöhnlichen Schreibstil, den man in Märchen wiederfindet, Schwierigkeiten hatte in die Geschichte reinzufinden. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich mit einer modernen Fantasiegeschichte gerechnet hatte. Doch nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, ließ sich die spannende Geschichte, die in kurze Kapitel eingeteilt ist, doch recht flott und flüssig lesen.
Mir gefallen die einzelnen Figuren der Geschichte sehr gut. Jede ist einzigartig und selbst Randfiguren wirken nicht blass, sondern lebendig. Auch der Perspektivwechsel der beiden Protagonisten gelingt der Autorin sehr gut und haucht ihnen weitere Tiefe ein. Außerdem wachsen sie an ihren Aufgaben und sie durchlaufen in der Geschichte eine nachvollziehbare Wandlung.
Die Geschichte läuft  auf einen unvermeidlichen und spannenden Höhepunkt zu, der doch mit der einen oder anderen Überraschung endet.

Fazit:
Eine schöne, mystische und spannende Geschichte mit Elementen aus Fantasy, Märchen und vergangenem Zeitalter.